Die Temperaturen sind noch nicht frühlingshaft, als wir von der Simmerather Kirche zu unserer Wanderung ins Tiefenbachtal aufbrechen. Direkt hinter dem Ortsausgang gelangt man in das Naturschutzgebiet. Wir folgen dem Bach in einen dichten Wald hinein bis die Ölmühle aus dem 17. Jh. erreicht wird. Hier wurden bis etwa 1920 Speiseöle aus Bucheckern hergestellt. An jeder Ecke dieses Weges finden wir schöne Wegkreuze.
Von nun an geht es wieder bergauf, zunächst etwa 1,5 km entlang des Brombachs. Wir überqueren den Bach und machen Rast auf ein paar Baumstämmen, um uns für den weiteren Anstieg zu stärken. Der Weg verläuft oberhalb des Rurtals und bietet hin und wieder schöne Ausblicke ins Tal. Oben angekommen findet sich noch ein schöner Rastplatz mit Bänken. Der Rückweg verläuft zwischen Feldern. Wir queren noch einmal den Tiefenbach und erreichen nach 12,5 km und 270 Höhenmetern die Ortsmitte von Simmerath.
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ir starten unsere heutige Wanderung südlich von Eiserfey an der Kakushöhle, eine der größten begehbaren Höhlen der Eifel. Die Besichtigung heben wir uns für das Ende der Wanderung auf.
Wir wandern erst einmal den Berg hinauf und besuchen die kleine Kirche des Ortes Weyer. Bei Renovierungsarbeiten wurde 1991 ein gut erhaltener Matronenstein aus dem 2. Jhd. gefunden. Auf einem schmalen Pfad geht es dann bergab nach Urfey.
Ab jetzt folgen wir längere Zeit der Eifelspur „Wasser für Köln“. Eine ca. 95 km lange römische Wasserleitung von Nettersheim nach Köln versorgte die Stadt vom 1. bis zum 3. Jhd. mit frischem Eifelwasser. Auf diesem Wanderweg findet man mehrere archäologische Bodendenkmäler. Die „Brunnenstube Klausbrunnen“ in der Nähe von Kallmuth ist schönes Beispiel für eine gut restaurierte Quellfassung. Dort machen wir eine kleine Rast.
Nach einem kurzen, steilen Aufstieg laufen wir auf einem Höhenweg am Waldrand entlang und haben schöne Ausblicke auf die Orte Vollem und Eiserfey. Nach gut 7 km erreichen wir Eiserfey, wo sich auch eine Ausgrabung der röm. Wasserleitung befindet. Dabei handelt sich um ein Sammelbecken mit 2 Zuläufen und einem Ablauf Richtung Köln.
Wir beschließen die Wanderung etwas abzukürzen, und direkt zur Kakushöhle zu gehen. Wir kommen dabei an der Kunstgalerie von Peter Ratz vorbei, der rund um seinen Hof viele große Skulpturen aus Metall ausstellt – teilweise sehr witzig.
Nach einem weiteren steilen Anstieg erreichen wir endlich den Kartsteinfelsen mit der Kakushöhle. Der Felsen entstand vor etwa 300000 Jahren. Er besteht aus Kalktuff oder Travertin, der entsteht, wenn im Wasser gelöster Kalk abgelagert wird. Die große Höhle ist bis zu 15 m hoch und 30 m breit. Sie wurde schon von den Neandertalern bewohnt und anhand von Tierknochen konnten viele steinzeitliche Tierarten nachgewiesen werden. Auch viele Sagen ranken sich um diese Höhle. Heute steht der gesamte Felsen unter Naturschutz.
Bevor wir wieder den Heimweg antreten, setzen wir uns noch in das kleine Café und genießen einen Kaffee.