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Wanderung zur Ginsterblüte im Geyer Wald am 18.5.2025

Eigentlich wollten wir heute im Hohen Venn wandern, doch wegen der Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr sind die meisten Wege gesperrt.

Also bleiben wir „im Lande“ und erkunden den Geyer Wald. Der Wald zeigt sich heute ganz in Gelb, denn überall blüht auf riesigen Flächen der Ginster. Wir laufen am Forsthaus entlang nach Norden und bleiben etwa auf einer Höhe bis wir die Schevenhüttener Straße erreichen. Danach geht es 4 km lang stetig bergauf. Zwischendurch machen wir Rast auf einem Baumstamm.

Doch die Anstrengung lohnt sich. Je weiter wir nach oben kommen, desto größer werden die Ginsterflächen, der gerade in voller Blüte steht. Überall, wo der Wald wegen Trockenheit oder Borkenkäferbefall abgeholzt werden musste, haben sich die Ginsterbüsche ausgebreitet. Als dann auch noch die Sonne hervorkommt, leuchtet das Gelb perfekt – ein herrlicher Anblick. Eine schöne Wanderung von 10 km, die – nach einhelliger Meinung der Mitwanderer – im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

Kurzwanderung im Burgauer Wald mit Besichtigung von Gut Weyern am 14.5.2025

Der HWV bietet in diesem Jahr zum ersten Mal Kurzwanderungen an, die max. 5 - 6 km lang sind und zusätzlich zu den 14-tägigen längeren Wanderungen stattfinden sollen. Die erste geplante Runde ist wegen Dauerregens leider ausgefallen. Doch heute ist es sonnig und warm und die Wanderung findet statt.

Wir treffen uns am Parkplatz des Tierheims im Burgauer Wald und schlendern durch den Wald am Tierheim und am Burgauer Schloss vorbei, bis wir den Feldweg „Am Fuchsberg“ erreichen. Wir wenden uns nach links und stehen kurze Zeit später vor dem verschlossenen Tor des historischen Gutshofs „Weyern“ mit den markanten schiefen Pfosten (die schon seit 100 Jahren schief stehen). Für uns öffnet sich dieses Tor und der heutige Besitzer von Gut Weyern – Herr Roeb sen. – lässt uns eintreten und seinen liebevoll restaurieren Besitz anschauen.

Gut Weyern wurde erstmalig im 16. Jh. erwähnt. Es gehörte den Herzögen von Jülich-Berg, dann dem französischen Staat, bis es 1804 an den Dürener Geschäftsmann Paul Schenkel verkauft wurde. Auch die Stadt Düren war einmal Eigentümer. Herr Roeb erwarb das Anwesen in den 90-ger Jahren und restaurierte das Herrenhaus, in dem jetzt 2 Generationen der Familie Roeb leben, und ein weiteres, etwas abseits stehendes Gebäude, das vermietet ist.

Der Innenhof ist eine gepflegte Parkanlage mit Terrasse und Wintergarten und einem umlaufenden Wassergraben. In der großen Scheune gegenüber dem Herrenhaus sind jetzt Autos und Arbeitsgeräte untergebracht. Herr Roeb führt uns eine gute Stunde durch diese Anlage und erzählt von den Umbauarbeiten und der aufwändigen Pflege. Vielen Dank dafür!

Für den Rückweg nehmen wir den schmalen Pfad, der um einen begrünten Schuttberg herumführt. Darunter befinden die Trümmerreste der zerstörten Stadt Düren.

Ökologischer Dorfspaziergang durch Gey am 10.5.2025

Der ländliche Raum kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dem Verlust der Artenvielfalt und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Aus diesem Grund ist das LEADER Projekt „Zukunftsdörfer“ ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist es, artenreiche Dörfer zu entwickeln und zu gestalten, die den Herausforderungen des Klimawandels standhalten.

Um die Klimaresilienz in den Dörfern zu fördern, können neue Bäume gepflanzt, Wildblumenwiesen eingesät oder Dächer begrünt werden. Jede innerdörfliche Grünfläche kann zur Artenvielfalt beitragen.

Im Rahmen dieses LEADER Projektes hat uns Frau Hartmann von der Biologischen Station in Düren zu einem ökologischen Dorfspaziergang eingeladen. Auf der Runde durch Gey hat sie uns einige ökologische Hotspots gezeigt und uns deren Nutzen für die Natur erklärt.

  • Vogelnistkästen am Helmut-Rösseler-Platz
  • freiwachsende Hecke am Pfarrheim
  • Insektenhotel am Pfarrheim
  • Wildkräuterbeet vor der Kirche
  • Schwalbenvorkommen in der Friedhofstraße (Beispiel für gebäudebewohnende Arten)
  • Streuobstwiese am Wiesenweg
  • Geybach mit Tümpel und sumpfigem Gebiet „An der Mühle“
  • Wiese von „An der Mühle“ zum „Grünen Weg“

Zum Abschluss gab es noch Broschüren und Informationsmaterial zum Thema. Frau Hartmann ein herzliches Dankeschön für ihre ausführlichen Erläuterungen! Sie hat uns sensibilisiert, auf die Natur um uns herum zu achten und uns animiert, auch im eigenen Garten kleine Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt zu realisieren. Wer hierbei Hilfe benötigt, kann sich gerne jederzeit an sie wenden. Auch Fördergelder stehen dazu zur Verfügung. Weitere Informationen unter: 

https://biostation-dueren.de/projekte/dorfoekologie/zukunftsdoerfer/

Wanderung zu den Hasenglöckchen in Barmen am 21.4.2025

Heute wandern wir ausnahmsweise an einem Montag – dem Ostermontag. In der Zeitung stand ein Artikel über das atlantische Hasenglöckchen, das zurzeit im Kellenberger Kamp blühen soll. Das wollten wir doch nicht verpassen. Der Kellenberger Kamp liegt nördlich von Jülich-Barmen und wir beginnen unsere Wanderung an der Seestraße in Barmen.

Zunächst umrunden wir den Barmener See. Er ist nach dem Abbau von Kies entstanden und ist heute ein Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet. Es gibt eine Beobachtungshütte für Vögel, Angler freuen sich über viele verschiedene Fischarten und ein Sandstrand lädt bei schönem Wetter zum Baden ein.

Doch heute ist kein Badewetter, es ist bedeckt und kühl, aber es bleibt „fast“ trocken. Wir laufen über Feldwege und durch die Rurauen und überqueren den Fluss bei einem Altarm. Im Kellenberger Kamp besuchen wir einen alten privaten Friedhof, der von der Familie der Reichsgrafen von und zu Hoensbroech auch heute noch belegt wird.

Der weitere Weg durch den Wald ist uns leider versperrt - der viele Regen hat ihn überflutet. Also müssen wir bis zur Rurbrücke zurück und an einem Mühlenteich entlang gehen. Dann endlich sehen wir eine blaue Wiese. Der Waldboden ist übersät mit den blau blühenden Hasenglöckchen – ein herrliches Bild (leider ohne Sonne).

Auf dem Rückweg kommen wir noch am Nulandt-Kreuz vorbei, das zum Gedenken an einen 1681 ertrunkenen Amtmann errichtet wurde. Kurz vor Barmen erreichen wir das Kellenberger Schloss, das nach einem Brand 1992 zum großen Teil zerstört wurde, dann in den Besitz des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW überging und nach vielen Querelen 2023 von der Grafenfamilie von und zu Hoensbroech zurückgekauft wurde.