Heute beginnen wir unsere Wanderung im Simmerather Ortsteil Strauch. Wir parken neben der Kirche und laufen ein Stück durch den Ort und über Feldwege in Richtung Steckenborn. Dann gelangen wir in das Naturschutzgebiet Weidenbachtal. Wir laufen am Waldrand entlang und haben schöne Aussichten auf die sonnige Eifellandschaft. Bevor wir den Höhenweg verlassen, haben wir einen fantastischen Blick auf den Rursee und Woffelsbach, den wir bei einer kleinen Rast genießen.
Danach geht es steil bergab in einen dichten Wald hinein bis wir das Ufer des Weidenbachs erreichen. Dort befindet sich eine ehemalige Mühle aus dem 19. Jh., die bis in die 1950er Jahre betrieben wurde. 1960 ging sie in Privatbesitz über und wurde aufwendig restauriert. Sie ist von der Straße nicht einsehbar. Aber am Weg steht die nette Weidenbachkapelle.
Von nun an geht es stetig bergauf. Glücklicherweise sind die Anstiege gemäßigt, sodass wir nicht so arg aus der Puste kommen. Der Weg verläuft neben dem Weidenbach und biegt dann in das Hasenbachtal ab. Die letzten 2 km sind offene Wiesenbereiche und Felder. Das Wetter ist uns wohl gesonnen, die Sonne scheint und es ist angenehm warm.
Stolberg ist eine alte Industriestadt, in der jahrhundertelang Bergbau und Metallverarbeitung betrieben wurde. Daher trägt sie den Beinamen Kupferstadt. Näheres zur Geschichte der Kupferstadt mit ihren Kupferhöfen, der Burg, den Altstadtkirchen und Steinbrüchen wird im Verlauf der Wanderung erzählt und können Sie H I E R nachlesen.
Über der Stadt thront die trutzige Burg auf einem spitzen Kalksteinfelsen. Wir starten unsere Tour durch die Altstadt am Kupferhof Schart. Hier kann man immer noch die Schäden der verheerenden Flut von 2021 erkennen, die die gesamte Innenstadt verwüstet hat. Wir laufen durch die Altstadtgasse „In der Schacht“ und durch die älteste Straße, die schmale Klatterstraße, die unterhalb der Burg verbeiführt. Viele der Häuser stehen unter Denkmalschutz und sind zum größten Teil wieder hergerichtet. Wir durchqueren den Altstadtpark „Gehlens Kull“ mit einem Feuchtbiotop – ein ehemaliger Kalksteinbruch – und machen noch einen Abstecher zum Judenfriedhof.
Wieder zurück an der Burg steigen wir über Stufen hinab bis zur Burgstraße und kommen dabei an der kleinen lutherischen Vogelsangkirche vorbei. Sie kann nur im Rahmen einer Stadtführung besichtigt werden. Wir überqueren den Platz an der Vogelsangstr. und es geht über Stufen hinauf zum Panoramaweg, eine Allee zwischen Feldern mit Blick auf den Stolberger Sendemast und den Ortsteil Donnerberg. Auf einer schattigen Bank machen wir Rast.
Nachdem wir eine stark befahrene Straße überquert haben, kommen wir in ein Waldgebiet, wo sich früher die Steinbrüche befanden. Der Weg verläuft abwärts und wir umrunden den Steinbruch Binsfeldhammer, der nach Betriebsende nicht renaturiert, sondern sich selbst überlassen wurde. Man kann die erheblichen Eingriffe in die Natur noch deutlich erkennen. Wir wandern wieder bergauf über den schmalen Napoleonsweg und überqueren noch einmal den Verkehrsweg. Vorbei an einer Gedenk-Stele für die heilige Maria erreichen wir eine Magerwiese, mit der typischen Galmeiflora, die nur auf schwermetallhaltigen Böden wächst und – zu meiner Freude – entdecken wir das Galmei-Veilchen.
Wir nähern uns wieder der Altstadt von Stolberg und besichtigen noch den Kupfermeisterfriedhof. Die Altstadtkirchen Finkenberg (reformiert) und St. Lucia (katholisch) können wir auch nur von außen anschauen. Über den „Alten Markt“ mit einem schönen Kupferhof steigen wir zur Burg hinauf. Sie ist geöffnet und wir können den Rittersaal und das Trauzimmer anschauen und den Turm besteigen.
Um 16:30 Uhr sind wir wieder am Auto. Nach dem für Stolberg typischen bergauf und -ab und den hohen Temperaturen sind wir doch etwas geschafft.
Im letzten Jahr waren wir am 18. Mai im Geyer Wald und haben uns an der prächtigen Ginsterblüte erfreut. Alle Mitwanderer haben sich eine Wiederholung dieser schönen Wanderung gewünscht. Diesem Wunsch wird natürlich entsprochen und wir sind heute noch einmal zu den blühenden Ginstern gewandert.
Wir starten am Brunnen in Gey und laufen am Forsthaus entlang nach Norden, bis wir in etwa auf Höhe der Schevenhüttener Straße sind. Danach geht es 4 km lang stetig bergauf. Wir machen Rast auf einem dicken Baumstamm. In diesem Jahr ist der Ginster noch nicht vollständig aufgeblüht und auch die Birken sind gewachsen und verdecken einen Teil der Ginsterflächen. Dennoch hat sich die Anstrengung gelohnt und das gelbe Blütenmeer sieht großartig aus. Das Wetter hat mitgespielt, es ist warm genug und trocken und zum Schluss kommt auch noch die Sonne hervor.
Die Temperaturen sind noch nicht frühlingshaft, als wir von der Simmerather Kirche zu unserer Wanderung ins Tiefenbachtal aufbrechen. Direkt hinter dem Ortsausgang gelangt man in das Naturschutzgebiet. Wir folgen dem Bach in einen dichten Wald hinein bis die Ölmühle aus dem 17. Jh. erreicht wird. Hier wurden bis etwa 1920 Speiseöle aus Bucheckern hergestellt. An jeder Ecke dieses Weges finden wir schöne Wegkreuze.
Von nun an geht es wieder bergauf, zunächst etwa 1,5 km entlang des Brombachs. Wir überqueren den Bach und machen Rast auf ein paar Baumstämmen, um uns für den weiteren Anstieg zu stärken. Der Weg verläuft oberhalb des Rurtals und bietet hin und wieder schöne Ausblicke ins Tal. Oben angekommen findet sich noch ein schöner Rastplatz mit Bänken. Der Rückweg verläuft zwischen Feldern. Wir queren noch einmal den Tiefenbach und erreichen nach 12,5 km und 270 Höhenmetern die Ortsmitte von Simmerath.
W
ir starten unsere heutige Wanderung südlich von Eiserfey an der Kakushöhle, eine der größten begehbaren Höhlen der Eifel. Die Besichtigung heben wir uns für das Ende der Wanderung auf.
Wir wandern erst einmal den Berg hinauf und besuchen die kleine Kirche des Ortes Weyer. Bei Renovierungsarbeiten wurde 1991 ein gut erhaltener Matronenstein aus dem 2. Jhd. gefunden. Auf einem schmalen Pfad geht es dann bergab nach Urfey.
Ab jetzt folgen wir längere Zeit der Eifelspur „Wasser für Köln“. Eine ca. 95 km lange römische Wasserleitung von Nettersheim nach Köln versorgte die Stadt vom 1. bis zum 3. Jhd. mit frischem Eifelwasser. Auf diesem Wanderweg findet man mehrere archäologische Bodendenkmäler. Die „Brunnenstube Klausbrunnen“ in der Nähe von Kallmuth ist schönes Beispiel für eine gut restaurierte Quellfassung. Dort machen wir eine kleine Rast.
Nach einem kurzen, steilen Aufstieg laufen wir auf einem Höhenweg am Waldrand entlang und haben schöne Ausblicke auf die Orte Vollem und Eiserfey. Nach gut 7 km erreichen wir Eiserfey, wo sich auch eine Ausgrabung der röm. Wasserleitung befindet. Dabei handelt sich um ein Sammelbecken mit 2 Zuläufen und einem Ablauf Richtung Köln.
Wir beschließen die Wanderung etwas abzukürzen, und direkt zur Kakushöhle zu gehen. Wir kommen dabei an der Kunstgalerie von Peter Ratz vorbei, der rund um seinen Hof viele große Skulpturen aus Metall ausstellt – teilweise sehr witzig.
Nach einem weiteren steilen Anstieg erreichen wir endlich den Kartsteinfelsen mit der Kakushöhle. Der Felsen entstand vor etwa 300000 Jahren. Er besteht aus Kalktuff oder Travertin, der entsteht, wenn im Wasser gelöster Kalk abgelagert wird. Die große Höhle ist bis zu 15 m hoch und 30 m breit. Sie wurde schon von den Neandertalern bewohnt und anhand von Tierknochen konnten viele steinzeitliche Tierarten nachgewiesen werden. Auch viele Sagen ranken sich um diese Höhle. Heute steht der gesamte Felsen unter Naturschutz.
Bevor wir wieder den Heimweg antreten, setzen wir uns noch in das kleine Café und genießen einen Kaffee.
Die heutige Wanderung startet am Wanderparkplatz „Wilder Kermeter“ oberhalb des Urftsees. Der erste Abschnitt des Weges verläuft etwa auf gleicher Höhe gen Westen und man kann zum ersten Mal von oben auf die Urfttalsperre blicken. Man sieht aber auch die Folgen des Klimawandels – viele abgestorbene Kiefern. Wir biegen dann nach links auf einen schönen Waldweg ab und folgen dem Friedenbachtal bis hinab zum Urftsee, wo wir auf einer Bank eine kleine Rast einlegen.
Es geht jetzt für 2,5 km am See entlang, bis wir die Staumauer der Urfttalsperre erreichen. Unterwegs sehen wir an einer geschützten Ecke, das Eis auf dem See schwimmt. Es ist auch heute noch ziemlich kalt, aber es bleibt windstill und trocken. An der Staumauer machen wir noch einmal Rast auf der Aussichtsterrasse mit Blick auf den See.
Danach geht es nur noch bergauf. Wir entschließen uns, den etwas kürzeren Weg zu nehmen, der leider durchgehend asphaltiert ist und die 4 km Anstieg bis zum Parkplatz sind recht anstrengend.
D
er Hemingway-Trail gehört zu den 6 historisch-literarischen Wanderwegen, die den Besuchern einen Überblick über die Kämpfe im Hürtgenwald am Ende des Zweiten Weltkriegs geben. Im November 1944 kam der berühmte amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway als Korrespondent in den Hürtgenwald. Dort hat er das Grauen des Krieges hautnah miterlebt, doch er hat nie eine Reportage über diese unerbittlichen Kämpfe im Wald mit Tausenden von Toten geschrieben.
Der Wanderweg startet am Ortsausgang von Großhau am Parkplatz Glockenofen und führt uns zunächst am Frenkbach entlang bergab, bis wir die ehem. Straße nach Schevenhütte erreichen. Unterwegs sehen wir die Reste des Eingangs zum Erzbergwerk „Golzenhoffnung“ und alte Stellungen. Wir folgen der asphaltierten Straße ein Stück und biegen dann in einen schönen Waldweg ab. Die Wintersonne wärmt und der Hürtgenwald zeigt sich von seiner schönsten Seite.
In Ermangelung einer Rastmöglichkeit machen wir noch einen Abstecher zur Wehebachbrücke, wo wir auf dem Brückengeländer Pause machen. Der Rückweg verläuft entlang des Asselbachs bergauf bis zur Siedlung Kleinhau. Am Jugendzeltplatz Finkenheide biegen wir auf einen schmalen Hohlweg ab, der am Ende leider mit Holz von Fällarbeiten schlecht passierbar ist. Auch das Gedenkkreuz für eine amerikanische MG-Einheit ist in schlechtem Zustand (vergl. mit einem Bild von Juni 2021). Bis nach Großhau ist es dann nicht mehr weit.
Der Heimat-, Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß e.V. wünscht allen Mitgliedern und ihren Familien ein gutes, glückliches und friedliches neues Jahr und hofft, dass wir auch 2026 viele schöne Wanderungen und Veranstaltungen gemeinsam erleben können.
Traditionell sind wir auch in diesem Jahr mit einer kleinen Wanderung am Neujahrstag gestartet. Da wir im Anschluss an die Wanderung gerne in ein Café einkehren, ist die Auswahl an möglichen Wanderstrecken recht begrenzt. Daher sind wir wieder im idyllischen Simonskall gelandet, da dort das Café Kern auch an Neujahr geöffnet hat. Da die Wetterprognosen schlecht waren, haben sich nur 13 Wanderer auf den Weg gemacht.
Die klassische 5 km Runde führte uns vom Parkplatz aus über die Brücke am Junkerhaus und der Burg Simonskall vorbei entlang des Senkelbachs bergauf. Nachdem diese Steigung geschafft war, ging es mit Blick auf die Kall abwärts bis zur Brücke am Richelsbach. Der Wettergott war uns nicht wohlgesonnen, denn es war kalt, windig und auf dem Rückweg kamen auch noch Schneeflocken dazu. Doch im Café Kern hat uns der leckere Kuchen wieder mit dem schlechten Wetter versöhnt.
Traditionell schließen wir das Wanderjahr mit einer Glühweinwanderung kurz vor Weihnachten ab. So auch in diesem Jahr! Wir starten kurz nach 12 Uhr am Wanderparkplatz Glockenofen in Großhau. Das Wetter ist für die Jahreszeit sehr mild und trocken – ideal für eine Winterwanderung.
Wir biegen nach dem Parkplatz rechts ab und laufen am Forstbetrieb Großhau vorbei in den Wald hinein. Es geht stetig bergab, bis wir den Thönbach erreichen. Wir folgen diesem Bach einige Zeit und bewundern unterwegs die Teiche, die der Biber dort angelegt hat. Kurz vor der Wehebachtalsperre überqueren wir den Thönbach und machen uns wieder an den Aufstieg. An der Kreuzung mit dem Kalversbergsweg machen wir kurz Rast und sind nach etwa 2 Stunden und 6 km Wanderstrecke zurück am Parkplatz.
Unser Wanderwart Ralf Abschlag wohnt in Großhau und hat für das gemütliche Glühweintrinken seine Terrasse zur Verfügung gestellt. Er hat Tische aufgestellt, ein schönes Feuer angezündet und uns mit Glühwein und Apfelpunsch bewirtet. Wir sitzen noch lange draußen und genießen das mitgebrachte Weihnachtsgebäck. Vielen Dank dafür.
Diese Tour ist auf der Seite der Eifel-Tourismus GmbH unter dem Namen „86 – Große Rurtal-Runde“ zu entdecken. Die ca. 9 km lange Runde verläuft durch das malerische Rurtal zwischen Hammer und Widdau mit tollen Ausblicken auf die Fluss- und Auenlandschaft entlang der Rur.
Wir parken in Hammer direkt an der Rur in der Nähe des Campingplatzes. Der Weg führt zunächst durch die Ortschaft bis zum alten Hammerwerk. An der Rast- und Erlebnisstation steht eine Eisenskulptur und man kann mehr über das ehemalige Hammerwerk und seine Geschichte erfahren.
Kurze Zeit später überqueren wir die Rur und steigen auf einem schmalen und steilen Weg in den Wald hinauf zum Holderknipp. Nach diesem anstrengenden Aufstieg wird der Weg breiter und wir folgen eine Zeitlang dem Holderbach. Wir machen ausgiebig Rast an/in einer Hütte, bevor wir weiter nach Widdau wandern. Widdau ist einer der urigsten Orte des Monschauer Landes mit vielen schönen Fachwerkhäuser.
Direkt nach Verlassen der Ortschaft überqueren Sie die Rur erneut und der Weg windet sich in die Höhe zur Uhusley, die ihren Namen dem in den Felsspalten nistenden Uhu verdankt. Der Weg ist von meterhohen Douglasien gesäumt, führt an steilen Felsen entlang und immer wieder öffnet sich ein Blick auf das Rurtal und den Ort Widdau auf der gegenüberliegenden Seite. Das letzte Wegstück verläuft oberhalb von Hammer durch dichten Wald und als endlich ein wenig die Sonne scheint, kommt ein Gefühl von Indian Summer auf.