Der HWV bietet in diesem Jahr zum ersten Mal Kurzwanderungen an, die max. 5 - 6 km lang sind und zusätzlich zu den 14-tägigen längeren Wanderungen stattfinden sollen. Die erste geplante Runde ist wegen Dauerregens leider ausgefallen. Doch heute ist es sonnig und warm und die Wanderung findet statt.
Wir treffen uns am Parkplatz des Tierheims im Burgauer Wald und schlendern durch den Wald am Tierheim und am Burgauer Schloss vorbei, bis wir den Feldweg „Am Fuchsberg“ erreichen. Wir wenden uns nach links und stehen kurze Zeit später vor dem verschlossenen Tor des historischen Gutshofs „Weyern“ mit den markanten schiefen Pfosten (die schon seit 100 Jahren schief stehen). Für uns öffnet sich dieses Tor und der heutige Besitzer von Gut Weyern – Herr Roeb sen. – lässt uns eintreten und seinen liebevoll restaurieren Besitz anschauen.
Gut Weyern wurde erstmalig im 16. Jh. erwähnt. Es gehörte den Herzögen von Jülich-Berg, dann dem französischen Staat, bis es 1804 an den Dürener Geschäftsmann Paul Schenkel verkauft wurde. Auch die Stadt Düren war einmal Eigentümer. Herr Roeb erwarb das Anwesen in den 90-ger Jahren und restaurierte das Herrenhaus, in dem jetzt 2 Generationen der Familie Roeb leben, und ein weiteres, etwas abseits stehendes Gebäude, das vermietet ist.
Der Innenhof ist eine gepflegte Parkanlage mit Terrasse und Wintergarten und einem umlaufenden Wassergraben. In der großen Scheune gegenüber dem Herrenhaus sind jetzt Autos und Arbeitsgeräte untergebracht. Herr Roeb führt uns eine gute Stunde durch diese Anlage und erzählt von den Umbauarbeiten und der aufwändigen Pflege. Vielen Dank dafür!
Für den Rückweg nehmen wir den schmalen Pfad, der um einen begrünten Schuttberg herumführt. Darunter befinden die Trümmerreste der zerstörten Stadt Düren.
Der ländliche Raum kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dem Verlust der Artenvielfalt und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Aus diesem Grund ist das LEADER Projekt „Zukunftsdörfer“ ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist es, artenreiche Dörfer zu entwickeln und zu gestalten, die den Herausforderungen des Klimawandels standhalten.
Um die Klimaresilienz in den Dörfern zu fördern, können neue Bäume gepflanzt, Wildblumenwiesen eingesät oder Dächer begrünt werden. Jede innerdörfliche Grünfläche kann zur Artenvielfalt beitragen.
Im Rahmen dieses LEADER Projektes hat uns Frau Hartmann von der Biologischen Station in Düren zu einem ökologischen Dorfspaziergang eingeladen. Auf der Runde durch Gey hat sie uns einige ökologische Hotspots gezeigt und uns deren Nutzen für die Natur erklärt.
- Vogelnistkästen am Helmut-Rösseler-Platz
- freiwachsende Hecke am Pfarrheim
- Insektenhotel am Pfarrheim
- Wildkräuterbeet vor der Kirche
- Schwalbenvorkommen in der Friedhofstraße (Beispiel für gebäudebewohnende Arten)
- Streuobstwiese am Wiesenweg
- Geybach mit Tümpel und sumpfigem Gebiet „An der Mühle“
- Wiese von „An der Mühle“ zum „Grünen Weg“
Zum Abschluss gab es noch Broschüren und Informationsmaterial zum Thema. Frau Hartmann ein herzliches Dankeschön für ihre ausführlichen Erläuterungen! Sie hat uns sensibilisiert, auf die Natur um uns herum zu achten und uns animiert, auch im eigenen Garten kleine Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt zu realisieren. Wer hierbei Hilfe benötigt, kann sich gerne jederzeit an sie wenden. Auch Fördergelder stehen dazu zur Verfügung. Weitere Informationen unter:
https://biostation-dueren.de/projekte/dorfoekologie/zukunftsdoerfer/
Heute wa
ndern wir ausnahmsweise an einem Montag – dem Ostermontag. In der Zeitung stand ein Artikel über das atlantische Hasenglöckchen, das zurzeit im Kellenberger Kamp blühen soll. Das wollten wir doch nicht verpassen. Der Kellenberger Kamp liegt nördlich von Jülich-Barmen und wir beginnen unsere Wanderung an der Seestraße in Barmen.
Zunächst umrunden wir den Barmener See. Er ist nach dem Abbau von Kies entstanden und ist heute ein Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet. Es gibt eine Beobachtungshütte für Vögel, Angler freuen sich über viele verschiedene Fischarten und ein Sandstrand lädt bei schönem Wetter zum Baden ein.
Doch heute ist kein Badewetter, es ist bedeckt und kühl, aber es bleibt „fast“ trocken. Wir laufen über Feldwege und durch die Rurauen und überqueren den Fluss bei einem Altarm. Im Kellenberger Kamp besuchen wir einen alten privaten Friedhof, der von der Familie der Reichsgrafen von und zu Hoensbroech auch heute noch belegt wird.
Der weitere Weg durch den Wald ist uns leider versperrt - der viele Regen hat ihn überflutet. Also müssen wir bis zur Rurbrücke zurück und an einem Mühlenteich entlang gehen. Dann endlich sehen wir eine blaue Wiese. Der Waldboden ist übersät mit den blau blühenden Hasenglöckchen – ein herrliches Bild (leider ohne Sonne).
Auf dem Rückweg kommen wir noch am Nulandt-Kreuz vorbei, das zum Gedenken an einen 1681 ertrunkenen Amtmann errichtet wurde. Kurz vor Barmen erreichen wir das Kellenberger Schloss, das nach einem Brand 1992 zum großen Teil zerstört wurde, dann in den Besitz des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW überging und nach vielen Querelen 2023 von der Grafenfamilie von und zu Hoensbroech zurückgekauft wurde.
Nach mehreren Jahren Pause wollen wir noch einmal die Narzissen im Perlenbach- / Fuhrtsbachtal anschauen. Das Wetter an diesem Tag ist ideal, es ist zwar kühl, aber die Sonne scheint den ganzen Tag. Dies hat allerdings zur Folge, dass wir nicht allein in den Narzissen unterwegs sind. Schon an unserem Startpunkt in Höfen-Alzen ist es schwierig einen Parkplatz zu finden. Doch auf dem langen Wanderweg verteilen sich die Besucher und nur an den Schutzhütten ist es etwas voller.
Vom Parkplatz „Zum Brüchelchen“ geht es zunächst bergab ins Fuhrtsbachtal. Auf einer Wiese steht eine riesige Schafherde von ca. 500 Tieren, die uns neugierig beäugen – ein mittlerweile selten gewordener Anblick. Entlang des Fuhrtsbach sehen wir die ersten Narzissenblüten, doch erst, als wir in die Nähe der belgischen Grenze kommen, sind die Hänge dicht mit Narzissen bewachsen – ein herrlicher Anblick.
Wir machen Rast in einer Schutzhütte und laufen dann am Perlenbach entlang Richtung Norden, bis wir die Einmündung des Fuhrtsbachs erreichen. Dort verlassen wir den breiten Weg und wechseln auf einen schmalen, verwunschenen Pfad, der nördlich des Fuhrtsbachs verläuft. Der letzte Anstieg bis zum Parkplatz ist anstrengend, doch oben angekommen begrüßen uns die Schafe noch einmal freundlich.
Unter dem Motto „Verzichten und Helfen“ ve
ranstaltet die Pfarre Gey in der Fastenzeit einen Suppensonntag. Wir verzichten auf das sonst übliche Sonntagsmenü und begnügen uns mit einer kräftigen Erbsensuppe, die im Pfarrheim kostenlos ausgeteilt wird. Stattdessen wird um eine Spende für Misereor gebeten.
So gestärkt begeben wir uns eine 10-km-lange Wanderung, die uns zunächst entlang des Ardbinnawegs in Richtung Berzbuir führt. Wir kommen an der Binnesburg vorbei, einer ehemaligen Turmburg, die an drei Seiten mit Wasser umgeben war. Heute sind nur noch wenige Mauerreste und 2 Wälle zu erkennen.
Wir gehen durch das Industriegebiet von Horm und umkreisen die Bergehalde Beythal. Sie entstand als Klärspülteich für Rückstände aus der Blei-/Zinkerzaufbereitung des ehemaligen Tagebaus „Maubacher Bleiberg“. Heute steht sie unter Naturschutz wegen der seltenen Sandmagerwiesen.
Am Fuß der Halde in Höhe des Forellenhofs überqueren wir die B399 und gehen am Beybach entlang, wo der Biber auch seine Spuren hinterlassen hat, bis wir den Geybach erreichen. Als Rückweg nehmen wir die Verlängerung der Bachstraße, überqueren noch einmal den Geybach und gelangen über die Waldstraße wieder nach Gey hinein.
Die heutige Wanderung führt uns durch den Eschweiler Wald, der für die meisten Mitwanderer noch unbekanntes Terrain war. Das Gebiet ist nur 350 ha groß und liegt zwischen Eschweiler und dem Stolberger Stadtteil Donnerberg. Im Wald finden sich noch etliche Schächte der Grube Centrum. Hier wurde Steinkohlentagebau sowie Quarzit- und Lehmabbau betrieben.
Wir starten am Parkplatz „Bohler Heide“ – ein beliebtes Ausflugslokal, das bei diesem herrlichen Frühlingswetter gut besucht ist. Neben dem Lokal laufen wir an einem Dammwildgehege entlang und gehen dann auf breiten Pfaden am Rand des Waldgebietes weiter mit Blick auf Eschweiler, das Kraftwerk Weisweiler und die Halde Nierchen. In diesem Waldstück befindet sich auch die älteste Baumgruppe des Waldes mit 200 Jahre alten Eichen und 250-jährigen Buchen.
Wir kommen an der höchsten Erhebung, dem „Schwarzen Berg“ (250 m) vorbei. Er trägt seinen Namen zurecht, denn die Halde ist mit schwarzem Zechenabraum bedeckt. Nachdem wir die Wilhelminenstraße überquert haben, wechseln wir auf schmale Wege und machen an einem Tümpel (Gerhardsschacht) Rast, der im Sommer dicht mit Seerosen bewachsen ist.
Jetzt wird der Pfad richtig schmal und stellenweise kaum sichtbar. Dieses Gebiet ist eine Bergbauwüstungszone. Es geht an Entwässerungsgräben und kleinen Tümpeln entlang bis zum Koppweiher, der aber stark verlandet ist. Es ist Laichsaison und in allen Tümpeln tummeln sich jede Menge Frösche und Kröten.
Nach dem Überqueren der Birkengangstraße wird der Wald lichter. Wir laufen noch am Duffenter Weiher vorbei und erreichen nach 8 km wieder den Parkplatz an der Bohler Heide. Leider ist das Lokal immer noch ausgebucht und wir können dort nicht einkehren.
Heute bleiben wir in der Gemeinde Hürtgenwald. Wir beginnen unsere Wanderung in Bergstein und besteigen erst einmal den Burgberg und den Krawutschketurm mit seinen 76 Stufen, der tolle Ausblicke auf die nähere Umgebung bietet. Das Wetter ist herrlich, sonnig und frühlingshaft warm.
Auf einem schmalen und von Ginster zugewucherten Pfad geht es steil bergab nach Zerkall. Oberhalb der Rur verläuft unser Weg weiter Richtung Kallerbend – einem Hotel am Rurufer. Auf einem Felsen mit Aussicht auf den Fluss machen wir Rast. So schön die Sonne auch scheint, doch der Wind ist noch recht frisch und wir brechen schnell wieder auf.
Wir folgen der Rur bis zum Stausee und beginnen dann den mühsamen Aufstieg. Er startet mit einem langen, steilen Treppenweg und einer kurzen Erholungsphase auf gleicher Höhe, wo sich uns ein schöner Ausblick auf den Obermaubacher Stausee bietet. Dann folgt ein schier endlos – ca 2 km – langes aufsteigendes Wegstück. Bei bis zu 15% Steigung kommen viele von uns nicht nur ins Schwitzen, da sind auch Verschnaufpausen nötig. Über einen schönen Wiesenweg mit tollem Weitblick gelangen wir wieder zum Parkplatz am Burgberg.
Wir starten an einem Parkplatz an der Hahner Straße Richtung Rott. Leider ist das Wetter trübe, aber es bleibt den ganzen Tag trocken. Zunächst laufen wir auf einem schmalen Pfad hinunter zum Dreilägerbach und an diesem Bach entlang wieder bergauf, bis wir den Schleebachgraben erreichen. Es ist ein künstlich angelegter Graben, um das Einzugsgebiet der Dreilägerbachtalsperre zu vergrößern. Der Weg ist schmal, von Wurzel durchzogen und wunderschön.
Dann wird der Weg breiter und wir machen Rast an einer Wegkreuzung mit vielen Steinen als Sitzgelegenheiten. Nach etwa 5 km erreichen wir eine Asphaltstraße, die uns bergab in einen Vorort von Roetgen führt. Wir laufen ein Stück entlang der Hauptstraße und sehen einen Teil des Westwalls mit einer Gedenktafel für gefallene Soldaten. Am Trinkwasseraufbereitungswerk Roetgen stehen wir unterhalb der Staumauer. Jetzt wird es richtig steil, denn wir müssen auf schmalen Serpentinen bis zur Höhe der Staumauerkrone klettern. Der Aufstieg wird mit einem schönen Ausblick auf die Talsperre und die Staumauer belohnt und wir legen noch eine kurze Rast ein.
Wir erreichen den Struffelt, ein wunderschönes Hochmoor, das als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und das dank der angelegten Holzstege auch bei hoher Feuchtigkeit bequem begehbar ist. Auf einem breiten Waldweg geht es bergab, bis wir wieder einen der künstlich angelegten Gräben erreichen – den Hasselbachgraben. Diesem Graben folgen wir auf einem schmalen Pfad bis zur Hahner Straße. Der Rest des Weges an der Hauptstraße entlang ist unangenehm, denn wir müssen wegen des regen Verkehrs hinter der Leitplanke laufen – und das bergauf und gegen den Wind. Nach etwa 11 km erreichen wir den Parkplatz und es fängt an zu regnen – egal, denn das Ziel ist erreicht.
Der Heimat-, Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß e.V. wünscht allen Mitgliedern und ihren Familien ein gutes, glückliches und friedliches neues Jahr und hofft, dass wir uns im Jubiläumsjahr bei vielen Wanderungen und Veranstaltungen wiedersehen.
Traditionell sind wir auch in diesem Jahr mit einer kleinen Wanderung am Neujahrstag gestartet. Da wir im Anschluss an die Wanderung gerne in ein Café einkehren, sind wir wieder im idyllischen Simonskall gelandet, da dort das Café Kern auch an Neujahr geöffnet ist. Die Wanderung war auch in diesem Jahr mit 25 Teilnehmern wieder sehr gut besucht.
Die klassische 5 km Runde führte uns vom Parkplatz aus über die Brücke am Junkerhaus und der Burg Simonskall vorbei entlang des Senkelbachs bergauf. Nachdem diese Steigung – die einzige auf der Wanderung – geschafft war, ging es mit Blick auf die Kall abwärts bis zur Brücke am Richelsbach. Der Weg zurück nach Simonskall ist gut ausgebaut und leicht zu gehen. Das Wetter war zwar kalt und trüb, aber trocken und im Café Kern konnten wir uns bei Kaffee und leckerem Kuchen wieder aufwärmen.
Heute erwachtet uns wunderschönes Herbstwetter bei Sonnenschein und klarblauem Himmel. Wir starten am Dorfgemeinschaftshaus in Abenden und laufen von dort stetig bergauf in den sog. „Badewald“ hinein.
Er ist Teil des Naturschutzgebiets der Buntsandsteinfelsen im Rurtal, das sich von Untermaubach bis Abenden erstreckt. Der Name „Badewald“ hat übrigens nichts mit einem Bad oder Badeort zu tun, sondern stammt wohl von der keltischen Siedlung „Badua“, die später von den Römern als Winterlager genutzt wurde. Hier wurde zu allen Zeiten Erz abgebaut und so finden sich geologische und archäologische Spuren, die Kelten, Germanen und Römer hinterlassen haben.
Unser Weg ist sehr abwechslungsreich und verläuft durch Waldgebiete und an Feldern entlang. Nach einer Rast auf Baumstämmen erreichen wir den höchsten Punkt unserer heutigen Tour und haben von dort einen fantastischen Blick über das umliegende Bergland. Nachdem wir zum zweiten Mal die Landstraße zwischen Berg und Heimbach überquert haben, geht es wieder bergab und nach 8 km erreichen wir das Rurtal in Hausen.
Wir laufen ein Stück an der Rur entlang und nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg machen wir noch einmal in einer Hütte Rast, die uns einen tollen Blick ins Rurtal bietet. Weiter geht es auf Feldwegen an Blens vorbei in Richtung Abenden, wobei noch ein Seitental (ein weiterer steiler Anstieg) überwunden werden muss. Nach 13 km und 280 hm erreichen wir wieder den Parkplatz.